Angenehme Geburt durch Hypnose und Tiefen-Entspannung

Es ist eine weit verbreitete Annahme, dass die Geburt eines Kindes mit kaum tolerierbaren Schmerzen einhergeht. Von Medien, Bekannten und letztlich auch dem Krankenhauspersonal wird der Glaubenssatz gepflegt, dass die werdende Mutter Qualen erleiden muss, die meist nur durch medizinische Eingriffe tolerierbar seien.

Dem ist nicht so. Es gibt Frauen, die mit verklärtem Gesicht und sanften Bewegungen ihr Kind in eine friedvolle Welt entlassen- was macht den Unterschied? Diese Frauen machen sich ihre körpereigene Begabung zu Nutze, in Trance zu gehen.

Hypnose ist die wohl älteste Methode, den Körper in Trance zu versetzen und kann definiert werden als die Aktivierung eines Zustandes konzentrierter Aufmerksamkeit. Dabei wird der Fokus auf eine angenehme innere Erfahrung gelenkt, und die Außenwahrnehmung tritt in den Hintergrund. Der Körper ist tief entspannt, und der Kopf bleibt ganz bei dieser angenehmen Erfahrung.

Es kommt zu einer Veränderung in der Gehirnwellenaktivität, ähnlich wie in der Zeit kurz vor dem Einschlafen, wenn das alpha-Stadium erreicht wird. Wenn das Gehirn wach und aktiv ist, befindet es sich im beta-Zustand, kurz vor dem Einschlafen im alpha-, dann im delta- und im Tiefschlaf im theta-Zustand.
Der alpha-Zustand ist ein sehr verträumter, angenehmer Zustand. Während dieser Zeit ist der Geist sehr offen für Visualisationen und kann großartige Sinneserfahrungen kreieren. Je realer die Erfahrung im Unterbewussten erscheint, umso mehr Einfluss wird sie auf das eigene Wachbewusstsein haben.

Eine Frau befindet sich während der Geburt ihres Kindes in einer besonders sensiblen Phase. Ungünstige äußere Bedingungen, flapsige Bemerkungen („Da tut sich noch lange nichts...") oder unerwartete Ereignisse können sie leicht aus dem Gleichgewicht bringen. Anspannung und Unsicherheit führen zur Aktivierung des Sympathischen Nervensystems- das Gehirn schaltet auf "Streß", Adrenalin wird freigesetzt und alle Hebel auf Kampf oder Flucht gestellt. Die für die Geburt notwendigen Muskeln werden ungenügend mit Sauerstoff versorgt und verkrampfen. Wenn sogar Panik aufkommt, müssen andere die Kontrolle übernehmen und bei Bedarf in den Geburtsvorgang eingreifen.

Indem Unsicherheiten im Vorfeld beseitigt werden und Ruhe und Gelassenheit die Situation bestimmen, kann die werdende Mutter die eigene Kontrolle behalten und den Geburtsverlauf aktiv mitbestimmen, anstatt ihn „über sich ergehen" zu lassen.
Trance ist ein geistiger Zustand, in dem das Unbewusste sehr stark auf positive Leitsätze und Bilder (Suggestionen und Visualisationen) reagiert, um positive mentale Veränderungen hervorzurufen. Wenn in Hypnose Kontakt zum Ungeborenen hergestellt wird, kann eine engere Beziehung zum Baby aufgebaut werden, und die Einstellung gefördert werden: „Wir schaffen das gemeinsam.".

Das Erlernen von Hypnose-Techniken zur Schmerzkontrolle bietet der werdenden Mutter während der Geburt eine großartige Unterstützung. In wissenschaftlichen Untersuchungen wurde nachgewiesen, dass durch Hypnose vorbereitete Schwangere weniger Schmerzmittel benötigen als andere Schwangere, und sich die Geburtsdauer in der Regel um etwa zwei Stunden gegenüber dem Durchschnitt verkürzt.
Schmerzen werden differenziert bzw. gar nicht wahrgenommen. Trotzdem hat die Frau die Situation unter Kontrolle und erlebt die Geburt sehr bewusst mit.

Die sog. Hypnoreflexogene Geburtsvorbereitung wird in den U.S.A. bereits seit 20 Jahren erfolgreich praktiziert. Mary M. Mongan ist die Gründerin der HypnoBirthing-Bewegung, die sich in allen U.S.-Staaten sowie anderen englisch-sprachigen Ländern bereits immer größerer Beliebtheit erfreut. Das HypnoBirthing-Programm umfasst neben effektiven Hypnosetechniken zur Entspannung unter anderem Atemtechniken sowie Visualisierungen und ist darauf ausgelegt, dass der Geburtspartner die werdende Mutter während der gesamten Geburt in Entspannung hält.
Der Partner spielt also eine wesentliche Rolle, um eine angenehme Geburtsatmosphäre zu kreieren und kann mit dem Programm aktiv zu einer positiven Geburtserfahrung beitragen.

HypnoGeburt
Dr. Julia Mannherz
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Dr. Julia Mannherz ist von Beruf Zahnärztin und Mutter von zwei Töchtern. Durch ihre Weiterbildung in Zahnärztlicher Hypnose und die Betreuung während ihrer ersten Schwangerschaft durch Dr. Gowri Motha in London lernte sie, die effektiven Hypnosetechniken zur Schmerzkontrolle und Angstreduktion für die Geburten ihrer beiden Kinder anzuwenden. 2006 produzierte sie eine Doppel-CD zur Selbsthypnose für Schwangere. Inzwischen bietet sie als eine der ersten Seminarleiter in Deutschland den original HypnoBirthing-Kurs nach Mary M. Mongan aus den U.S.A. für Paare zur Geburtsvorbereitung an.

 

open pr, 21.08.2008